Lokaler Aktionsplan Bad Kreuznach

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Geschäftsordnung des Begleitausschusses für den Lokalen Aktionsplan in Bad Kreuznach

Der Begleitausschuss für das Förderprogramm „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" für das Gebiet der Stadt und des Landkreises Bad Kreuznach konstituiert sich mit der Sitzung am 29.10.2007.

Präambel

Mit der Aufnahme des Landkreises und der Stadt Bad Kreuznach in das Förderprogramm „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" besteht die Notwendigkeit, einen Begleitausschuss einzurichten. Er wird in Kooperation mit der Lokalen Koordinierungsstelle im Jugendreferat des Kirchenkreises An Nahe und Glan und dem Stadt- bzw. Kreisjugendamt folgende Aufgaben wahrnehmen:

  • die eingereichten Projekte bewerten und über deren Förderfähigkeit entscheiden,
  • die Anregungen und Positionen der Beteiligten bündeln und einbringen,
  • den Transfer des Aktionsplanes in die Arbeitsbereiche der Beteiligten gewährleisten sowie
  • an der Fortschreibung des Lokalen Aktionsplanes mitwirken, der dann durch die Jugendhilfeausschüsse beschlossen wird.

Hierzu werden die nachfolgend dargestellten inhaltlichen Anforderungen und die damit verbundene Vorgehensweise festgelegt.

I. Zusammensetzung:

Der Begleitausschuss ist neben VertreterInnen des Ämternetzwerkes mehrheitlich mit lokalen zivilgesellschaftlichen AkteurInnen besetzt:

  1. Günter Kistner, Koordinierungsstelle (beratend)
  2. Vanessa Berg, Sachgebiet Jugendförderung des Amtes für Kinder und Jugend der Stadt Bad Kreuznach
  3. Lothar Zischke, Kreisjugendpfleger des Landkreises Bad Kreuznach
  4. Sabine Raab-Zell, Leiterin des Amtes für Kinder und Jugend der Stadt Bad Kreuznach
  5. Dirk Nies, Beigeordneter des Landkreises oder Beigeordneter des Landkreises oder Andreas Dohmann, Leiter des Jugendamtes des Landkreises
  6. Karl-Heinz Reinhard, Polizei
  7. Manfred Thesing, „Netzwerk am Turm", Katholisches Dekanat Bad Kreuznach
  8. Siggi Pick, Ausländerpfarramt des Ev. Kirchenkreises An Nahe und Glan
  9. Dirk Weber, Kreisjugendring Bad Kreuznach für Stadt und Kreis
  10. Uschi Knoth, Internationaler Bund
  11. Jule Rohrbacher,  Alternative Jugendkultur e.V.
  12. Susanne Mülhausen, Katholische Fachstelle für Kinder und Jugendpastoral
  13. Renate Ziegler, Kunstwerkstatt Bad Kreuznach
  14. Stephanie Otto, Bund Deutscher PfadfinderInnen

Die Anzahl der Mitglieder ist auf 13 stimmberechtigte und 1 beratende Personen begrenzt. Bei Bedarf werden sachkundige Personen aus Fachämtern der Stadt und der Kreisverwaltung oder interessierte Bürgerinnen zu den Sitzungen als externe Sachverständige zusätzlich mit beratender Stimme eingeladen. Diese können auch im Auftrag des Begleitausschusses tätig werden.

Die Mitglieder des Begleitausschusses werden vor der konstituierenden Sitzung des Begleitausschusses durch die Stadt und den Landkreise Bad Kreuznach für den Zeitraum von drei Jahren benannt. Muss ein Mitglied des Begleitausschusses die Mitarbeit im Begleitausschuss vorzeitig beenden, wird die Nachberufung eines neuen Mitgliedes in Abstimmung zwischen den Jugendhilfeausschüssen und dem Begleitausschuss durchgeführt.

II. Arbeitsmodalitäten des Begleitausschusses

  1. Innerhalb des Begleitausschusses sind alle Mitglieder gleichberechtigt. Eine Stimmübertragung ist bis auf die vorgesehene Regelung bei den kommunalen Vertretern in Ziffer 4 und 5 nicht möglich. Die Mitglieder verpflichten sich zu einer offenen, aktiven und kooperativen Zusammenarbeit. Die Mitwirkung im Ausschuss ist unentgeltlich, eine Erstattung notwendiger Fahrtkosten ist möglich.
  2. Der Begleitausschuss ist mit seiner Konstituierung arbeits- und beschlussfähig. Der Begleitausschuss wirkt während des gesamten Förderzeitraums
  3. Die Organisation der Ausschusstreffen, einschließlich Einladung, Moderation und Nachbereitung (Ergebnisprotokolle), obliegt der Lokalen Koordinierungsstelle. Der Begleitausschuss trifft sich regelmäßig nach Vereinbarung, mindestens jedoch einmal vierteljährlich. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens 50 % der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. Die Abstimmung über die Projektbewilligung erfolgt im nicht öffentlichen Teil.
  4. Die Sitzungstermine des Begleitausschusses werden im voraus für den gesamten Förderzeitraum vereinbart. Zusätzliche Sitzungstermine werden in der Regel in einer der vorhergehenden Sitzungen abgestimmt. Das Protokoll der letzten Sitzung und die Terminbestätigung für die nächste Sitzung werden innerhalb von zwei, spätestens vier Wochen nach der letzten Sitzung per E-Mail versandt. Die Tagesordnung mit den entsprechenden Unterlagen geht allen Mitgliedern des Begleitausschusses in der Regel eine Woche vor der Sitzung per E-Mail zu.
  5. Die Mitglieder verpflichten sich in der Antragsphase über Projektinhalte zur Verschwiegenheit gegenüber Dritten. Gleiches gilt für vertrauliche Informationen, die Ausschussmitglieder von den Projekt- / Maßnahmeträgern zur Kenntnis erhalten.
  6. Die lokale Koordinierungsstelle informiert die Öffentlichkeit über die Sitzungs- bzw. die Beratungsergebnisse.
  7. Aktuelle Informationen werden per E-Mail an die Mitglieder des Begleitausschusses weitergeleitet.
  8. Die Geschäftsordnung des Begeleitausschusses kann mit einfacher Mehrheit der Ausschussmitglieder geändert werden.
  9. Der Begleitausschuss legt die Antragsfristen für die Bewerbung mit Projekten fest.

III. Bewertung der eingehenden Projekte

Grundlage der Bewertung ist die Leitlinie des Förderprogramms zum Programmbereich „Entwicklung integrierter lokaler Strategien" (Lokale Aktionspläne) und die damit verbundenen Zielstellungen:

  • Stärkung der Zivilgesellschaft und Vermittlung von Werten wie Toleranz und Demokratie im Rahmen der bildungspolitischen Arbeit
  • Verständnis für gemeinsame Grundwerte und kulturelle Vielfalt zu entwickeln, die Achtung der Menschenwürde zu fördern und jede Form von Extremismus, insbesondere den Rechtsextremismus, zu bekämpfen.

Davon ausgehend sind die eingehenden Projekte an den im lokalen Aktionsplan (LAP) formulierten und bewilligten Zielen (Leit-, Mittler- und Handlungsziele) zu messen:

1. Aufbau, Stärkung und strukturell nachhaltige Etablierung sozialer und demokratischer Kompetenzen.

1.1 Stärkung kooperativer und sozialer Handlungskompetenzen und Verbesserung des Umgangs mit Störungen, Aggression und Gewalt

a. 2 mehrtägige Praxisseminare kooperativer Pädagogik für MediatorInnen

b. Deeskalationstrainings

1.2 Stärkung der Jugendarbeit in Kooperation mit der Schule

a. mindestens 2 Projekte oder Seminare der Erlebnispädagogik

b. 2 Konflikttrainings

1.3 Beteiligungsstrukturen von Kindern und Jugendlichen verbessern

a. 2 Beteiligungsprojekte

1.4 Vernetzung der bereits bestehenden Projekte zur Kinder- und Jugendbeteiligung

a. Erstellung und Veröffentlichung einer Aufstellung und Internetpräsenz von bestehenden Beteiligungsprojekten

b. Vernetzungstreffen

2. Förderung der interkulturellen Kompetenz

2.1 Vermittlung von interkulturellem Basiswissen

a. Durchführung von mindestens 2 Informationsveranstaltungen und Schulungen

b. Eine MultiplikatorInnenschulung zur Durchführung Interkultureller Kompetenztrainings

2.2 Entwicklung von Strukturen die den interkulturellen Dialog fördern

a. Mehrere Besuche von Einrichtungen wie z.B. Moschen und Synagogen, Kirchen und anderen gesellschaftlichen wichtigen Treffpunkten und Orten

b. Durchführung von Workshops mit verschiedenen Medien

2.3 Intensive Begegnungsarbeit zwischen Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft

a. 2 Jugendbegegnungsprojekte

3. Sensibilisierung für die Problematik rechtsextremer Strukturen, Strategien und Ideologien.

3.1 Information über Formen von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit

a. ZeitzeugInnenberichte und Besichtigung von Gedenkstätten

b. Aufbau neuer Kontakte zu Moschee- bzw. und jüdischer Gemeinden

c. Mindestens 2 Vorträge und Diskussionen mit lokalen und überregionalen ExpertInnen

3.2 Verbesserung von Kooperationsstrukturen

a. Durchführung von mindestens 2 öffentlichkeitswirksamen Medienprojekten an Schulen und mit Jugendgruppen

Zur Erfüllung dieser Zielstellungen werden Projekte durch den Begleitausschuss ausgewählt.

Bei der Entscheidung welche Einzelprojekte durch den Begleitausschuss bewilligt werden, sollen die folgenden formalen und inhaltlichen Kriterien berücksichtigt werden.

Formale Kriterien:

  • Es soll eine gleichmäßige Verteilung der Projekte auf Kreis und Stadtebene erreicht werden.
  • Idealerweise soll es zu einer Mischung von kleineren und größeren Projekten kommen.
  • Es sollen möglichst viele Träger in die Projektförderung kommen.
  • Pro Förderzeitraum soll jeder Träger maximal 20.000 Euro erhalten.

Inhaltliche Kriterien:

  • Das Projekt entspricht der Zielsetzung, der Zielgruppe und dem Handlungskonzept des LAP.
  • Alle Schwerpunktzielsetzungen des LAP sollen durch Einzelprojekte abgedeckt werden.
  • Je mehr PartnerInnen vor Ort aktiv in die Einzelprojekte eingebunden sind, desto förderungswürdiger sind die Projekte.
  • Je nachhaltiger und je kontinuierlicher das Projekt angelegt ist, desto förderungswürdiger.
  • Positive oder negative Erfahrungen mit den jeweiligen Projektträgern sollen in den folgenden Förderzeiträumen bei der Vergabe berücksichtigt werden.

IV. Bewertungsablauf

Die Anträge werden gemäß der festgesetzten Antragstermine bei der lokalen Koordinierungsstelle eingereicht. Die lokale Koordinierungsstelle sichtet die Unterlagen und gibt im Sinne einer Handlungsempfehlung eine verbale Einschätzung für den Begleitausschuss.

Der Antrag und die Empfehlung werden durch den Begleitausschuss geprüft. Die AntragstellerInnen können zur Präsentation ihres Projektes eingeladen werden.

Antrag, Einschätzung und ggf. Ergebnis der Präsentation sind Basis für die Entscheidung des Begleitausschusses. Alle Entscheidungen des Begleitausschusses sind mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder zu treffen. Die Abstimmung erfolgt in der Regel offen.

Bei Förderentscheidungen, die den Zuständigkeits- oder Arbeitsbereich eines Mitgliedes betreffen, ist dieses Mitglied wegen Befangenheit von der Abstimmung ausgeschlossen.

V. Begleitung und Projektrealisierung

Die Mitglieder des Begleitausschusses informieren sich regelmäßig über den Projektstand der bewilligten Projekte.

Die Projektträger dokumentieren ihre Arbeit entsprechend den Förderrichtlinien.

Bad Kreuznach, 29.10.2007

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Bundesprogramm

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramm: „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“
Logo Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen, JugendLogo Toleranz fördern, Kompetenz stärken

Inhaltliche Grundlagen

Als Grundlage für die Förderung des Lokalen Aktionsplan Bad Kreuznach durch das Bundesprogramm werden zu Beginn eines Förderjahres Fortschreibungsanträge, im Verlauf eines Jahres Zwischenberichte und abschließend Ergebnisberichte geschrieben. Diese bilden die inhaltliche Grundlage des LAP.
pdfFortschreibungsantrag für 2013 (1.00 MB)
Der Abschlussbericht dokumentiert die Arbeit des LAP Bad Kreuznach aus dem Förderzeitraum 2007–2010.
pdfErgebnisbericht 2007-2010 (2.9 MB)